Intuition oder Ratio? Musizierdidaktik im fachlichen Dialog
Im Zentrum des Symposiums steht ein grundlegendes Spannungsfeld künstlerisch-pädagogischer Praxis: das Verhältnis von intuitivem Handeln und planvoll-reflexivem Vorgehen im Musizierenlehren und -lernen. Während professionelles musikpädagogisches Handeln auf Wissen, Erfahrung und Reflexion basiert, entziehen sich Lehr-Lern-Prozesse zugleich häufig einer vollständigen Steuerung und verlangen situatives, intuitives Entscheiden.
In Impulsvorträgen, Diskussionsrunden, Arbeitsgruppen und Workshops werden Fragen nach den Grundlagen, Bezugsdisziplinen und professionellen Perspektiven der Musizierdidaktik diskutiert. Dabei kommen unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge ebenso zur Sprache wie biografische Erfahrungen aus Unterrichts- und Hochschulpraxis. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie fachspezifische Musizierdidaktik zwischen Gemeinsamkeiten und instrumenten- bzw. gesangsspezifischen Besonderheiten vertont werden kann. Konzeptioniert wurde das Symposium von Prof. Dr. Barbara Busch, die an unserer Hochschule Musikpädagogik (Musizierpädagogik) lehrt, sowie Prof. Dr. Michael Dartsch und Prof. Dr. Sebastian Herbst.
Am zweiten Veranstaltungstag richtet sich der Blick zudem auf Perspektiven der Weiterentwicklung des Fachs, unter anderem durch die Diskussion eines möglichen Hand- und Studienbuchs zur Musizierdidaktik.
Im Anschluss an das Symposium findet eine üben & musizieren- Schreibwerkstatt für Promovierende und fortgeschrittene Studierende musikpädagogischer Studiengänge statt. Die Schreibwerkstatt widmet sich wissenschaftlichem Schreiben und Publizieren im Kontext der Musizierpädagogik.
Die Beteiligung unserer Hochschule unterstreicht die Bedeutung kooperativer Formate für die Weiterentwicklung musikpädagogischer Forschung und Lehre sowie den Dialog zwischen Wissenschaft und künstlerischer Praxis.