| Pressestimmen
Figaros Arien als
Thema des Examens (Mannheimer Morgen, am 19.12.2008)
[…] Mannheims Opernschule besitzt einen guten Ruf als Sprungbrett in den
Sängerberuf.
[…] Allein die ereignisreiche Inszenierung von Jutta Gleue malt ein
Dauerlächeln auf die Gesichter der Zuschauer. Die Leiterin des Instituts
klebt einige ausgesuchte Szenen mit Improvisationsfreude und Mut zur
Handlungslücke zusammen. So entsteht ein 75-minütiges Studienmaterial, das
schauspielerische Talente ins Scheinwerferlicht rückt.
Singen, agieren und sich in eine Charakterrolle hineinfühlen, so dass sie
wie angegossen sitzt. Das ist die Aufgabe: Um sie zu erfüllen, erhalten die
Prüflinge offensichtlich viel Freiraum. Gonzalo Simonettis prächtiger
Kavalierbariton, der sich fürs Verdi-Fach empfiehlt, gibt dem Grafen die
Züge eines korrekten Saubermanns, dem man keinen Seitensprung zutraut. Der
Bariton des Figaro-Interpreten Nicola Diskić kann sich dank eines
respektablen Bassfundaments stimmlich stark behaupten; er betont die
Gutmütigkeit des Friseurs. Sayaka Shigesima greift dagegen die Anregungen
der ironisch gefärbten Regie auf; sie lässt der Marcellina einen kräftigen
Schuss Komik und einen lebhaft geführten Mezzosopran zukommen. Natürlich und
burschikos singt Sora Korkmaz den Cherubino. Leichte, hohe Sopranstimmen
zieren die Trauer tragende Gräfin von Emelie Brégeon und das Kammerkätzchen
Susanna von Jelena Rakić.
Musikhochschul-Märchen (Mannheimer Morgen 28.04.2007 zu "Cendrillon")
Es war ein Märchen, bis hin zum finalen
Spruch „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“. […]
Dorotty Szalma (Regie), Beate Voigt
(Ausstattung) und Regina Baumgart (Choreografie) ist eine in jeder Hinsicht
farbige, buffoneske Interpretation des Aschenbrödel-Stoffs gelungen, der
Komponisten aller Länder angeregt hat. […]
Die Fee (Marta Casas Bonet) sah nicht nur
entzückend aus mit Strahlenkranz und Zauberstab-Zigarettenspitze, sie
brillierte auch mit gestochenen Koloraturen in schwindelnder Höhe. […]
Cendrillons überspannte, adelsstolze Stiefmutter (Barbara Buffy mit
klangvollem Alt), die schon mal ihrem herzensguten Mann (Philip Niederberger
mit warmen Bariton) per Pergamentrolle ihre Ahnentafel unter die Nase reibt
und ihre eitlen Töchter (Annelie Tillmanns und Mirjam Blessing) trugen mit
Grandezza aufgetakelte Roben und gigantische Perücken und sangen ganz
vorzüglich.
In der anspruchsvollen Titelrolle Martina
Hetzenauer, eine junge Lyrische nach Maß, sanft und blond, die ihren schönen
Pamina-Sopran klug einsetzte. Ihre Arien und die sehnsuchtsvollen Duette mit
dem Vater waren die Höhepunkte des kurzweiligen Opernabends.
Auch der hochprofessionelle Orchesterpart mit
eleganten Instrumentalsoli und ausdrucksvoller Bühnenmusik bestärkten den
Gesamteindruck: Die jungen Akteure dieses Abends können sich wohl
vorbereitet in den Ernst des Lebens stürzen. Die Bravo-Rufe und
Beifalls-Pfiffe mögen ihnen zusätzlicher Ansporn sein.
Zeitloses Märchen (Rheinpfalz
28.04.2007 zu "Cendrillon")
Ein begeistertes Publikum
hinterließ die Aufführung von Jules Massenets Märchenoper „Aschenputtel“ im
Ludwigshafener Theater im Pfalzbau. Zu erleben war das zauberhafte Werk in
einer Aufführung der Musikhochschule Mannheim, mit Studierenden der
Opernschule und dem eigenen Orchester.
Eine wunderbare
Regiearbeit und eine sehr professionelle Vorstellung aller Beteiligten
sorgten für schönstes Theatervergnügen. […] Die Regisseurin Dorotty Szalma
hat das Stück ganz köstlich in Szene gesetzt. Märchenhaft und doch mit
bestem Sinn für ironische Brechungen. Da das Märchen zeitlos ist, hat die
Ausstatterin Beate Voigt fantasievolle Kostüme entworfen, die diese
Zeitlosigkeit spiegeln. […] Überhaupt wird die Aufführung zu einem
prächtigen, farbenreichen Kostümfest mit elegant gewandeten Hofmeistern und
Lakaien, skurril gekleideten Prinzessinen-Anwärterinnen, die zu Ballettmusik
ihre erotischen und tänzerischen Reize vorzuführen versuchen. […]
Herausragend im Ensemble
war die Sopranistin Martina Hetzenauer, die mit samtigen Leuchten genauso
hingebungsvoll wie anrührend schlicht die Partie des Aschenputtel sang. Ihre
wunderbar melodiösen, volksliedhaften Ariosi kamen dem lieblichen Timbre und
der farbenreichen Lyrik ihres Gesangs ganz wunderbar entgegen.
Als Prinz verströmte der
Tenor Sung Min Lee ein kräftiges, gut klingendes Timbre, blieb aber in der
Intonation oft ungenau. Marta Casas Bonet sang die Fee mit leuchtenden,
federleicht geschwungenen Koloraturen und feinen Spitzentönen, dabei nicht
immer intonationssicher. Für besten Spaß sorgten Madame de la Haltière
(Barbara Buffy) mit ihren beiden eitlen Töchtern (hübsch gesungen von Anneli
Tillmanns und Mirjam Blessing). Philip Niederberger sang einen gemütlichen
Vater Pandolfe, gut besetzt waren die weiteren Partien.
Ausgesprochen elegant
musizierte das Orchester der Musikhochschule unter der Leitung von Hilary
Griffiths, entwarf delikat klingende, lyrische Zauberstimmungen.
Pralle Spielfreude, die
überzeugt (Rheinpfalz 17.04.2007 zu "Cendrillon")
Die Inszenierung
ersparte dem Publikum und den jungen Sängern modernes Regietheater. Die
Handlung ist in die Barockzeit gelegt, die Personenführung schlüssig. Betont
wird das Komödiantische. Die Figuren agieren oft in satirischer
Überzeichnung. Der Spielfreude der jungen Sänger kommt das entgegen. So wird
prall-sinnliches Theater gespielt. […]
Voll jugendlicher Frische
und Klarheit, wenn auch noch nicht bei allen ganz ausgereift, die Stimmen
der jungen Sänger. Die beiden Hauptpartien wären schon eines professionellen
Opernhauses würdig: Mit schön timbriertem substanzreichem Tenor gab Sung Min
Lee den Prinzen. Luise Ghazaryan in der Titelrolle begeisterte mit vollem,
warmen, gut strukturierten Sopran. Ausdrucksvoll und höchst sonor Philip
Niederberger als Vater Pandolfe. Mit expressiver Stimme gestaltete Barbara
Buffy ihre Partie als Stiefmutter. Marta Casa Bonet in der heiklen Partie
der Fee wusste durch ihre schön und sicher gesungenen Koloraturen zu
gefallen, wobei gelegentlich in der Mittellage einige – nicht ins Gewicht
fallende – Unausgeglichenheiten zu verzeichnen waren. Zuverlässig auch Julia
Weigel und Mirjam Blessing als Stieftöchter sowie Stefano Cianci als König.
Ein großes Lob gehört dem
Orchester der Musikhochschule, das glänzend aufspielte, und dem Dirigenten
Hilary Griffiths, der Massenets Partitur wunderbar pointiert und farbig
nahm.
Rhein-Neckar-Zeitung (23.04.2002) zu "Die Lustige Witwe":
"Die Aufführung der beliebten
Lehár-Operette in einer Eigenproduktion der Staatlichen Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst Mannheim, die nun im Mannheimer
Nationaltheater Premiere hatte, trug jener Fin-de-siècle-Stimmung ganz
besondere Rechnung.
Jutta Gleue, Leiterin der Mannheimer
Opernschule, die für Regie und Bühgne verantwortlich zeichnet, macht keine
Jux-und-Dollerei-Operette aus dieser Aufführung, sondern lässt sehr viel
Ruhe einkehren, leisen Weltschmerz und melancholische Stimmung."
Die Rheinpfalz (19.04.2002) zu "Die Lustige Witwe":
Opern von Mozart, Donizetti, Britten und
Ravel, Modernes von Antonio Bibalo und Menotti: die Opernschule der
Mannheimer Musikhochschule hat in den vergangenen Jahren Werke aus
verschiedenen Stilepochen als eigene Inszenierungen auf die Bühne
gebracht. [...]
Den Studenten unterschiedliche
Stilrichtungen nahezubringen, ist immer schon das Bestreben von Jutta
Gleue, Leiterin der Opernschule gewesen.[...]
Die Opernschule hat limitierte
Studienplätze und um kleinere Rollen für die Aufführung zu rekrutieren,
greift die Regisseurin auch auf andere Studiengänge der Musikhochschule
zurück. So entsteht ein übergreifendes Projekt, das vielen Studenten
entgegenkommt, die nicht an der Opernschule eingeschrieben sind. Als
Schnupperkurs sei dies sinnvoll, weiß Jutta Gleue: "Wenn die Studierenden
später mal Lehrer werden und gründen an der Schule eine Theater-AG, können
sie davon profitieren." [...]
"Die leichte Muse ist manchmal schwerer zu
bedienen als eine ernste Oper", findet Gleue, die es begrüßt, dass auch
viel Sprechtheater in dem Stück gefordert ist.[...]
Ihre Inszenierung versucht eine
Gratwanderung zwischen traditionell und modern. Nicht viel hält die
Regisseurin davon, das Stück im Rahmen einer Hochschulprodutkion zu
abstrahieren und im Heute anzusiedeln. Die Studenten sollen erst einmal
etwas über die Ursprünge erfahren, etwas darüber, wie Komponist und
Librettist das Stück ursprünglich gemeint haben, und über die historischen
Bezüge."
Die Rheinpfalz (12.04.2002) zu "Die Lustige Witwe":
"Beste Musikhochschul-Promotion konnte
erleben, wer am Dienstag- oder Mittwochabend im Saalbau "Die lustige
Witwe" verfolgte. Akademische Diskussionen über Kunst oder Kitsch,
Schnulze oder anspruchsvolle Unterhaltung erledigten sich von selbst.
Dafür präsentierten die Studierenden der staatlichen Hochschule für Musik
und darstellende Kunst Mannheim Franz Lehárs Operette viel zu engagiert
und mit sprühender Spielfreude, gleichwie ob singend, tanzend oder einfach
nur mimend."
"Einen Extraapplaus verdienten sich Meng
Cui und Keira Schwartz. Ihren Waldmägdelein-Pas-de-deux, auf Hannas
wolkenlosem Gesang, tanzten sie schwerelos, anrührend und ausdrucksstark."
Mannheimer Morgen (03.04.2002) zu "Die Lustige Witwe":
"Mit leib und Seele leitet die studierte
Regisseurin die Proben zur Aufführung der Operette "Lustige Witwe" von
Franz Lehár. In einer Woche heißt es Vorhang auf für die Studierenden der
Opernschule. Zusammen mit anderen Studenten der Staatlichen Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst und der Akademie des Tanzes laden sie zur
Premiere ihres Stückes ein und wollen ihre Zuschauer in das Paris um 1900
entführen. Erstmals seit vier Jahren ist wieder das Orchester der
Hochschule mit von der Partie."
"Sie [J. Gleue] sprüht auf der Bühne vor
Tatendrang, schlüpft zu Demonstrationszwecken mit Begeisterung in jede
Rolle und reißt so ihre Studenten mit: " Es ist schön, ein solches Stück
wie ein Puzzle zusammen zu bauen und zu sehen, wie unsere Stundenten mit
einem solchen Stück immer vertrauter werden".
Gleue ist davon überzeugt, dass solche
Aufführungen wichtig für die Ausbildung zum Opernsänger sind. Sie will
ihre Studenten auf den Alltag im Theater vorbereiten. "Wir werden an drei
Spielstätten auftreten. Die Akustik, der Zuschauerraum, die Bühne, alles
ist jedesmal anders."
Mannheimer Morgen (06.07.2001) zu "Opera
in Concert":
"Hat man als hoffnungsvolles Gesangstalent
die Abschlussprüfung hinter sich, geht’s erst richtig los: Beim
"Vorsingen" vor Agenten, Intendanten und Dirigenten heißt es, sich so
überzeugend zu präsentieren, dass man engagiert wird. Das will trainiert
sein. Jutta Gleue, die einfallsreiche Leiterin der Opernschule, hat mir
ihren "Prüflingen" einige Arien so erarbeitet, dass sie mit dieser heiklen
Situation gut zurecht kommen müssten. "Opera in concert" präsentierte nun
im Hans-Vogt-Saal Studierende der Opernschule in halb szenischen Arien und
inszenierten Ausschnitten der Opernliteratur, in deren Mittelpunkt zwei
erfolgreiche Absolventinnen standen."
Die Rheinpfalz (22.02.2001) zu "Die
Zauberflöte":
"Das Sparen an der Kultur fordert seine
Opfer. Auch die Opernschule der Mannheimer Hochschule für Musik musste
sich ein neues Domizil suchen.[...]Die Wahl für die erste Aufführung in
der neuen Heimstatt fiel auf Mozarts "Zauberflöte". Sie fordert die
Bühnenmaschinerie wie nur wenig andere. Von daher ist der umgebaute
Hans-Vogt-Saal eine gute probebühne, für eine reguläre Aufführung aber
problematisch.
Regisseurin Jutta Gleue [...] machte aus
der Not eine Tugend. Der Verzicht auf jeden Bühnenzauber stellte die
Menschen in den Vordergrund in einer sehr jugendlich ausgerichteten [...]
Inszenierung."
Mannheimer Morgen (21.02.2001) zu "Die Zauberflöte":
"Nicht wenige mussten draußen bleiben und
konnten so den Einzug der Mannheimer Opernschule ins neue Domizil mit
Jutta Gleues liebevoller und detailfreudiger "Zauberflöten"-Inszenierung
nicht miterleben. Als zu klein für den großen Zuschauerandrang erwies sich
der Hans-Vogt-Saal im Hochschulgebäude in N7,18. Dennoch sind Jutta Gleue
und ihre Studenten froh, endlich einen festen Saal für Proben und
Aufführungen ihr Eigen nennen zu können. Auf Kooperationen mit "richtigen"
Bühnen will und darf man dennoch nicht verzichten, wie die
Opernschul-Leiterin bei ihrer kleinen Ansprache betonte. Müssten die
Studenten doch auch Gelegenheit bekommen, echte Theaterluft mit
Orchestergraben und großem Bühnenbild zu schnuppern.
Das alles gibt es im Hans-Vogt-Saal nicht.
Und dennoch ist auch die Erfahrung, ganz nah am Publikum und nur mit
Klavier-, Celesta-, Flöten- und Donnerblech-Begleitung Opern aufzuführen,
nicht zu unterschätzen- Da nämlich kann man sich weder hinter dickem
Orchesterklang noch breiten Kulissen verstecken und muß auch hinter der
Bühne präsent und diszipliniert sein, hier und da bei schnellen
Szenenwechseln Vorhänge schieben und Holzklötze zur Freimaurer-Pyramide
schlichten (sic!).
Theater pur also im Hans-Vogt Saal. Und was
die Studenten der Opernschule mir ihren Kollegen aus weiteren
musikalischen Studiengängen zu bieten haben, muss auch beileibe nicht
versteckt werden."
"Eine Zauberflöte im szenischen
Westentaschenformat, bei der es Spaß machte, hinzusehen und zuzuhören."
Mannheimer Morgen (03.07.2000) zu "The
Telephone" und "Fräulein Julie":
"Dass einige der Kritikpunkte Wagners auch
heute noch ihre Gültigkeit behalten haben, beweisen zahllose Aufführungen
nicht nur in der Opernprovinz: Beschränktes Gestenrepertoire,
ausdruckslose Mimik und gänzliche Wortunverständlichkeit der Sänger
gehören zum Opernalltag. Dass dem jedoch in der Ausbildung der Sänger
entgegengearbeitet wird, davon konnte man sich in einer Aufführung der
Musikhochschule Mannheim überzeugen. Bei den künstlerischen
Abschlussprüfungen der Opernschule wurden zwei Kurzopern gezeigt, die
trotz beschränkter technischer und finanzieller Mittel überaus reizvoll
waren."
Mannheimer Morgen (20.12.1999) zu "Le
Nozze di Figaro":
"Welch ein Mut, welche Mühe – und welch
schöner Erfolg!"
"Jutta Gleue, die [...] seit fünf Jahren
die Opernschule leitet, sieht den "Figaro" zu Recht als
Ensemblestück.[...] "Junge Sänger brauchen Erfahrungen mit großen Werken,
die sie später im Engagement kennen müssen. Deshalb bringen wir den
"Figaro" auch in Italienisch. Wir müssen nicht nur das Handwerk
vermitteln, sondern auch Lebensweichen für den Nachwuchs stellen. Und es
macht uns Dozenten eine unglaubliche Freude, wenn wir in solch einer
großen Produktion nach und nach sehen, wie unsere Studenten mit einem
solchen Stück immer vertrauter werden und ihre ersten Schritte in die
Professionalität hinein machen.""
In der zweiten Vorstellung, die ich
besuchte, zeigte Sebastian Geyer als Graf einen sehr leich geführten,
hellen Bariton, dessen Farben der Partie einen fast lyrischen Einschlag
geben. Sein Kommilitione Song-Il Jang fand als Figaro nach anfänglich
zaghafter Zurückhaltung mehr und mehr zu markanten vokalen Konturen und
sang seine große Arie im vierten Akt mit einnehmender Vehemenz.
Die Damen: Magdalena Bränland hat die
Ausbildung schon abgeschlossen, ihre Gräfin strahlte denn auch beglückend:
ein sehr feiner , instrumental timbrierter Sopran mit lyrischem Schmelz,
leuchtend schimmernd in der Höhe, auch als Persönlichkeit und Erscheinung
(die wunderschönen Kostüme schuf ebenfalls Marouan Dib) ist die junge
Sängerin eine Augenweide. Ebensolches ist von Natalja Atamantschuk zu
sagen, die als Gast aus der befreundeten Musikhochschule Nowosibirsk eine
einnehmende Susanna sang. Ihr Sopran ist eher dunkel gefärbt, hat aber in
der Höhe seidigen Glanz und ist schmiegsam genug, um aus der Rosenarie ein
Juwel zu formen.
"Für Mannheims Opernfreunde ist dieser
Mannheimer Studenten-"Figaro" wirklich eine Reise wert."
Badisches Tagblatt (18.12.1999) zu "Le Nozze di Figaro":
"Eine mustergültige Aufführung in
italienischer Sprache [...]."
"Die noch unverbrauchten Stimmen der jungen
Sänger, die so mühelos mit der italienischen Sprache umgehen und von
jugendlichem Temperament geprägt sind, fügten sich am Premierenabend zum
reinsten Mozartglück."
Badisches Tagblatt (18.12.1999) zu "Le Nozze di Figaro":
"Eine mustergültige Aufführung in
italienischer Sprache [...]."
"Die noch unverbrauchten Stimmen der jungen
Sänger, die so mühelos mit der italienischen Sprache umgehen und von
jugendlichem Temperament geprägt sind, fügten sich am Premierenabend zum
reinsten Mozartglück."
Rhein-Neckar-Zeitung (22.06.1999) zu "Musik
liegt in der Luft":
"Alles in allem war der Abend also eine
rundum gelungene musikalische Städtereise durch das Land der Operette und
des Musicals."
Mannheimer Morgen (26./27.06.1999) zu "Musik liegt in der Luft":
"Vor ausverkauftem Haus zeigten Studierende
der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Heidelberg-Mannheim, im
Pfarrzentrum St. Clara eine begeisternde Schlagerrevue. [...] Der Beifall
wollte nicht enden, und nach einer Zugabe wurden die Studierenden mit
stehenden Ovationen verabschiedet. "Summa cum laude" für diese tolle
Show."
Die Rheinpfalz (09.02.1999) zu "Musikalische Beziehungskisten":
"Was den Zuschauer-Zuhörer bei diesem
Opernkonzert sofort positiv stimmte, war die Entdeckung (oder eher die
Bestätigung), mit welch reduzierten Mitteln attraktives musikalisches
Theater noch möglich ist. [...]Jutta Gleue gelang es, mit sparsamsten
Mitteln Atmosphäre zu schaffen und vor allem, die mitwirkenden
Studierenden zu gelöstem, pointiertem, nuancenreich-elegantem szenischen
Spiel [..] zu animieren.[...]
Und die Akteure? Es handelt sich um die
beiden Abschlußprüfungskandidatinnen Daniela Denschlag (Orpheus und
Sosostris in der "Midsummer Marriage"; aus der Gesangsklasse von Rudolf
Piernay) und Sabine Goetz (Eurydike und Susanna in der "Hochzeit des
Figaro"; Gesangsklasse Katharina Dau; Steffen Kubach (King Fischer in der
"Midsummer Marriage") und das Cosi-fan-tutte-Ensemble mit Kyoung-Suk Kim (Fjordiligi),
Barbara Schmidt-Gaden (Dorabella), Eva-Maria Haas (Despina), Radoslaw
Rydlewsky (Ferrando), Sebastian Geyer (Guglielmo), und Nicolas Courjal
(Don Alfonso). Sie wirkten alle lebendig, waren mit viel Schwung , mit
komödianischem Witz bei der Sache und formten homogene Ensembles.
Besonders erwähnt sei ein vielsprechendes Talent: die Mezzosopranistin
Daniela Denschlag, die - wie man hört - an das Mannheimer Nationaltheater
verpflichtet wurde."
Badische Neueste Nachrichten (13.06.1998) zum "Albert
Herring":
"Die Aufführung war das reine
Vergnügen.[...]In ihrer [Jutta Gleues] unaufdringlichen, im Detail
sorgfältigen Inszenierung ergibt sich der satirische Zugriff durch eine
straffe Figurenführung und prägnante Farbtupfer. [...] Mit nur wenigen
Versatzstücken schuf Sabine Manteuffel ein unverkennbares Ambiente .[...]
Liebevoll karikiert Jutta Gleue [sic!] die kauzigen Provinzler.[...]
Am wenigsten gelingt dies vielleicht bei
Mrs. Billows, der hoheitlichen Bastion moralischer Autorität, deren
hochdramatischer Furor auf niedliche leichtsopranige Direktheit
zurückgedreht wurde (Magdalena Brändland); Daniela Denschlag war ihre
kompetente, mulmig tönende Haushälterin. Die besten Gesangsleistungen
boten Reuben Willcox, der den Sid mit kernigem sicher geführtem Bariton
als sympathischen Dorfmacho spielte, Anja Bildstein, die die Klage der
Mrs. Herring mit schönem Konzertalt gestaltete, und schließlich Michael
König, der die lyrischen Reflektionen Alberts mit sicher gefestigter messa
di voce nachzeichnete und bereits jungtenorales Heldenpotential erkennen
läßt."
Badisches Tagblatt (13.06.1998) zum "Albert Herring":
Titel: "Kammeroper war ideales Spielfeld
für Musikstudenten."
"Es kann kein Zufall sein, dass die
Opernschule in Heidelberg-Mannheim und in München gleichzeitig Brittens
Kammeroper als ideales Spielfeld für Musikstudenten auswählen. Sie müssen
die recht anspruchsvollen ‚Melodien’ Brittens mit seiner Vorliebe für
Ensembleszenen meistern. Am Schluß gipfeln diese gar in einem kunstvoll
verschnörkelten Nonett. [...] Bühnenbild (Sabine Manteuffel) und Kostüme
(Martin-Johannes Schneidt) entsprachen dem schmalen Etat einer
Musikhochschule."
Mannheimer Morgen (3.6.1998) zum "Albert Herring":
"Eine straffe, pointenreiche Inszenierung
war geboten, die mit kleinerem Aufwand eine ganze Menge Atmosphäre und
gelegentlich sogar Ästhetik zu vermitteln weiß (im Bühnenbild Sabine
Manteuffels.)
Jutta Gleue überzeichnet zwar die
handelnden Personen, doch sie blieben immer lebensnah genug, um keine
Witzfiguren abzugeben."
Die Rheinpfalz (1997) zu "L’Enfant et les
Sortilèges":
Was Baden-Württembergs Kultursparpolitik
erst kürzlich reklamierte – mehr Kooperation zwischen den
Kultureinrichtungen, mehr Synergieeffekte und damit weniger Kosten – im
Rhein-Neckar-Dreieck ist solches sogar rheinübergreifend umgesetzt
worden.[...]
Für die Hochschule war dies eine
Möglichkeit, sich über das ansonsten üppige Veranstaltungsprogramm hinaus
in ein strahlendes Licht zu setzen, für die Theater Gelegenheit zur
preisgünstigen Auslastung, die nicht auf Kosten des (künstlerischen)
Dienstekontos geht. [...]
Opernschulleiterin Jutta Gleue zeichnete
dafür szenisch verantwortlich und hat aus der großbesetzten Kleinigkeit
ein berückendes Kleinod für theatralisch-offene Sinne gemacht."
Mannheimer Morgen (10.02.1997) zu "Viva la
Mamma!":
"Hat die rührige und engagierte Regisseurin
[Jutta Gleue] es doch bei "Viva la Mamma!" fertiggebracht, im Theater
Baden-Baden einen Koproduzenten zu finden, der die Werkstätten und Kosten
für das aufwendige, antikisierende Bühnen- und Kostümbild von M.-Johannes
Schneidt ebenso bereitstellte wie mit der Baden-Badener Philharmonie das
dazugehörige Orchester. [...]ein Glücksfall für die Musikstudenten und
eine seltene Chance, unter quasi "theatergerechten" Bedingungen zu
arbeiten." |