Opernschule

Pressestimmen

Mannheimer Morgen 29.05.2012

 

Figaros Arien als Thema des Examens (Mannheimer Morgen, am 19.12.2008)

[…] Mannheims Opernschule besitzt einen guten Ruf als Sprungbrett in den Sängerberuf.

[…] Allein die ereignisreiche Inszenierung von Jutta Gleue malt ein Dauerlächeln auf die Gesichter der Zuschauer. Die Leiterin des Instituts klebt einige ausgesuchte Szenen mit Improvisationsfreude und Mut zur Handlungslücke zusammen. So entsteht ein 75-minütiges Studienmaterial, das schauspielerische Talente ins Scheinwerferlicht rückt.

Singen, agieren und sich in eine Charakterrolle hineinfühlen, so dass sie wie angegossen sitzt. Das ist die Aufgabe: Um sie zu erfüllen, erhalten die Prüflinge offensichtlich viel Freiraum. Gonzalo Simonettis prächtiger Kavalierbariton, der sich fürs Verdi-Fach empfiehlt, gibt dem Grafen die Züge eines korrekten Saubermanns, dem man keinen Seitensprung zutraut. Der Bariton des Figaro-Interpreten Nicola Diskić kann sich dank eines respektablen Bassfundaments stimmlich stark behaupten; er betont die Gutmütigkeit des Friseurs. Sayaka Shigesima greift dagegen die Anregungen der ironisch gefärbten Regie auf; sie lässt der Marcellina einen kräftigen Schuss Komik und einen lebhaft geführten Mezzosopran zukommen. Natürlich und burschikos singt Sora Korkmaz den Cherubino. Leichte, hohe Sopranstimmen zieren die Trauer tragende Gräfin von Emelie Brégeon und das Kammerkätzchen Susanna von Jelena Rakić.

Musikhochschul-Märchen (Mannheimer Morgen 28.04.2007 zu "Cendrillon")

Es war ein Märchen, bis hin zum finalen Spruch „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“. […]

Dorotty Szalma (Regie), Beate Voigt (Ausstattung) und Regina Baumgart (Choreografie) ist eine in jeder Hinsicht farbige, buffoneske Interpretation des Aschenbrödel-Stoffs gelungen, der Komponisten aller Länder angeregt hat. […]

Die Fee (Marta Casas Bonet) sah nicht nur entzückend aus mit Strahlenkranz und Zauberstab-Zigarettenspitze, sie brillierte auch mit gestochenen Koloraturen in schwindelnder Höhe. […] Cendrillons überspannte, adelsstolze Stiefmutter (Barbara Buffy mit klangvollem Alt), die schon mal ihrem herzensguten Mann (Philip Niederberger mit warmen Bariton) per Pergamentrolle ihre Ahnentafel unter die Nase reibt und ihre eitlen Töchter (Annelie Tillmanns und Mirjam Blessing) trugen mit Grandezza aufgetakelte Roben und gigantische Perücken und sangen ganz vorzüglich.

In der anspruchsvollen Titelrolle Martina Hetzenauer, eine junge Lyrische nach Maß, sanft und blond, die ihren schönen Pamina-Sopran klug einsetzte. Ihre Arien und die sehnsuchtsvollen Duette mit dem Vater waren die Höhepunkte des kurzweiligen Opernabends.

Auch der hochprofessionelle Orchesterpart mit eleganten Instrumentalsoli und ausdrucksvoller Bühnenmusik bestärkten den Gesamteindruck: Die jungen Akteure dieses Abends können sich wohl vorbereitet in den Ernst des Lebens stürzen. Die Bravo-Rufe und Beifalls-Pfiffe mögen ihnen zusätzlicher Ansporn sein.

 

 

Zeitloses Märchen (Rheinpfalz 28.04.2007 zu "Cendrillon")

Ein begeistertes Publikum hinterließ die Aufführung von Jules Massenets Märchenoper „Aschenputtel“ im Ludwigshafener Theater im Pfalzbau. Zu erleben war das zauberhafte Werk in einer Aufführung der Musikhochschule Mannheim, mit Studierenden der Opernschule und dem eigenen Orchester.

 Eine wunderbare Regiearbeit und eine sehr professionelle Vorstellung aller Beteiligten sorgten für schönstes Theatervergnügen. […] Die Regisseurin Dorotty Szalma hat das Stück ganz köstlich in Szene gesetzt. Märchenhaft und doch mit bestem Sinn für ironische Brechungen. Da das Märchen zeitlos ist, hat die Ausstatterin Beate Voigt fantasievolle Kostüme entworfen, die diese Zeitlosigkeit spiegeln. […] Überhaupt wird die Aufführung zu einem prächtigen, farbenreichen Kostümfest mit elegant gewandeten Hofmeistern und Lakaien, skurril gekleideten Prinzessinen-Anwärterinnen, die zu Ballettmusik ihre erotischen und tänzerischen Reize vorzuführen versuchen. […]

 Herausragend im Ensemble war die Sopranistin Martina Hetzenauer, die mit samtigen Leuchten genauso hingebungsvoll wie anrührend schlicht die Partie des Aschenputtel sang. Ihre wunderbar melodiösen, volksliedhaften Ariosi kamen dem lieblichen Timbre und der farbenreichen Lyrik ihres Gesangs ganz wunderbar entgegen.

Als Prinz verströmte der Tenor Sung Min Lee ein kräftiges, gut klingendes Timbre, blieb aber in der Intonation oft ungenau. Marta Casas Bonet sang die Fee mit leuchtenden, federleicht geschwungenen Koloraturen und feinen Spitzentönen, dabei nicht immer intonationssicher. Für besten Spaß sorgten Madame de la Haltière (Barbara Buffy) mit ihren beiden eitlen Töchtern (hübsch gesungen von Anneli Tillmanns und Mirjam Blessing). Philip Niederberger sang einen gemütlichen Vater Pandolfe, gut besetzt waren die weiteren Partien.

 Ausgesprochen elegant musizierte das Orchester der Musikhochschule unter der Leitung von Hilary Griffiths, entwarf delikat klingende, lyrische Zauberstimmungen.

 Pralle Spielfreude, die überzeugt (Rheinpfalz 17.04.2007 zu "Cendrillon")

 Die Inszenierung ersparte dem Publikum und den jungen Sängern modernes Regietheater. Die Handlung ist in die Barockzeit gelegt, die Personenführung schlüssig. Betont wird das Komödiantische. Die Figuren agieren oft in satirischer Überzeichnung. Der Spielfreude der jungen Sänger kommt das entgegen. So wird prall-sinnliches Theater gespielt. […]

 Voll jugendlicher Frische und Klarheit, wenn auch noch nicht bei allen ganz ausgereift, die Stimmen der jungen Sänger. Die beiden Hauptpartien wären schon eines professionellen Opernhauses würdig: Mit schön timbriertem substanzreichem Tenor gab Sung Min Lee den Prinzen. Luise Ghazaryan in der Titelrolle begeisterte mit vollem, warmen, gut strukturierten Sopran. Ausdrucksvoll und höchst sonor Philip Niederberger als Vater Pandolfe. Mit expressiver Stimme gestaltete Barbara Buffy ihre Partie als Stiefmutter. Marta Casa Bonet in der heiklen Partie der Fee wusste durch ihre schön und sicher gesungenen Koloraturen zu gefallen, wobei gelegentlich in der Mittellage einige – nicht ins Gewicht fallende – Unausgeglichenheiten zu verzeichnen waren. Zuverlässig auch Julia Weigel und Mirjam Blessing als Stieftöchter sowie Stefano Cianci als König.

 Ein großes Lob gehört dem Orchester der Musikhochschule, das glänzend aufspielte, und dem Dirigenten Hilary Griffiths, der Massenets Partitur wunderbar pointiert und farbig nahm.

Rhein-Neckar-Zeitung (23.04.2002) zu "Die Lustige Witwe":

"Die Aufführung der beliebten Lehár-Operette in einer Eigenproduktion der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, die nun im Mannheimer Nationaltheater Premiere hatte, trug jener Fin-de-siècle-Stimmung ganz besondere Rechnung.

Jutta Gleue, Leiterin der Mannheimer Opernschule, die für Regie und Bühgne verantwortlich zeichnet, macht keine Jux-und-Dollerei-Operette aus dieser Aufführung, sondern lässt sehr viel Ruhe einkehren, leisen Weltschmerz und melancholische Stimmung."


Die Rheinpfalz (19.04.2002) zu "Die Lustige Witwe":

Opern von Mozart, Donizetti, Britten und Ravel, Modernes von Antonio Bibalo und Menotti: die Opernschule der Mannheimer Musikhochschule hat in den vergangenen Jahren Werke aus verschiedenen Stilepochen als eigene Inszenierungen auf die Bühne gebracht. [...]

Den Studenten unterschiedliche Stilrichtungen nahezubringen, ist immer schon das Bestreben von Jutta Gleue, Leiterin der Opernschule gewesen.[...]

Die Opernschule hat limitierte Studienplätze und um kleinere Rollen für die Aufführung zu rekrutieren, greift die Regisseurin auch auf andere Studiengänge der Musikhochschule zurück. So entsteht ein übergreifendes Projekt, das vielen Studenten entgegenkommt, die nicht an der Opernschule eingeschrieben sind. Als Schnupperkurs sei dies sinnvoll, weiß Jutta Gleue: "Wenn die Studierenden später mal Lehrer werden und gründen an der Schule eine Theater-AG, können sie davon profitieren." [...]

"Die leichte Muse ist manchmal schwerer zu bedienen als eine ernste Oper", findet Gleue, die es begrüßt, dass auch viel Sprechtheater in dem Stück gefordert ist.[...]

Ihre Inszenierung versucht eine Gratwanderung zwischen traditionell und modern. Nicht viel hält die Regisseurin davon, das Stück im Rahmen einer Hochschulprodutkion zu abstrahieren und im Heute anzusiedeln. Die Studenten sollen erst einmal etwas über die Ursprünge erfahren, etwas darüber, wie Komponist und Librettist das Stück ursprünglich gemeint haben, und über die historischen Bezüge."


Die Rheinpfalz (12.04.2002) zu "Die Lustige Witwe":

"Beste Musikhochschul-Promotion konnte erleben, wer am Dienstag- oder Mittwochabend im Saalbau "Die lustige Witwe" verfolgte. Akademische Diskussionen über Kunst oder Kitsch, Schnulze oder anspruchsvolle Unterhaltung erledigten sich von selbst. Dafür präsentierten die Studierenden der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim Franz Lehárs Operette viel zu engagiert und mit sprühender Spielfreude, gleichwie ob singend, tanzend oder einfach nur mimend."

"Einen Extraapplaus verdienten sich Meng Cui und Keira Schwartz. Ihren Waldmägdelein-Pas-de-deux, auf Hannas wolkenlosem Gesang, tanzten sie schwerelos, anrührend und ausdrucksstark."


Mannheimer Morgen (03.04.2002) zu "Die Lustige Witwe":

"Mit leib und Seele leitet die studierte Regisseurin die Proben zur Aufführung der Operette "Lustige Witwe" von Franz Lehár. In einer Woche heißt es Vorhang auf für die Studierenden der Opernschule. Zusammen mit anderen Studenten der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Akademie des Tanzes laden sie zur Premiere ihres Stückes ein und wollen ihre Zuschauer in das Paris um 1900 entführen. Erstmals seit vier Jahren ist wieder das Orchester der Hochschule mit von der Partie."

"Sie [J. Gleue] sprüht auf der Bühne vor Tatendrang, schlüpft zu Demonstrationszwecken mit Begeisterung in jede Rolle und reißt so ihre Studenten mit: " Es ist schön, ein solches Stück wie ein Puzzle zusammen zu bauen und zu sehen, wie unsere Stundenten mit einem solchen Stück immer vertrauter werden".

Gleue ist davon überzeugt, dass solche Aufführungen wichtig für die Ausbildung zum Opernsänger sind. Sie will ihre Studenten auf den Alltag im Theater vorbereiten. "Wir werden an drei Spielstätten auftreten. Die Akustik, der Zuschauerraum, die Bühne, alles ist jedesmal anders."


Mannheimer Morgen (06.07.2001) zu "Opera in Concert":

"Hat man als hoffnungsvolles Gesangstalent die Abschlussprüfung hinter sich, geht’s erst richtig los: Beim "Vorsingen" vor Agenten, Intendanten und Dirigenten heißt es, sich so überzeugend zu präsentieren, dass man engagiert wird. Das will trainiert sein. Jutta Gleue, die einfallsreiche Leiterin der Opernschule, hat mir ihren "Prüflingen" einige Arien so erarbeitet, dass sie mit dieser heiklen Situation gut zurecht kommen müssten. "Opera in concert" präsentierte nun im Hans-Vogt-Saal Studierende der Opernschule in halb szenischen Arien und inszenierten Ausschnitten der Opernliteratur, in deren Mittelpunkt zwei erfolgreiche Absolventinnen standen."


Die Rheinpfalz (22.02.2001) zu "Die Zauberflöte":

"Das Sparen an der Kultur fordert seine Opfer. Auch die Opernschule der Mannheimer Hochschule für Musik musste sich ein neues Domizil suchen.[...]Die Wahl für die erste Aufführung in der neuen Heimstatt fiel auf Mozarts "Zauberflöte". Sie fordert die Bühnenmaschinerie wie nur wenig andere. Von daher ist der umgebaute Hans-Vogt-Saal eine gute probebühne, für eine reguläre Aufführung aber problematisch.

Regisseurin Jutta Gleue [...] machte aus der Not eine Tugend. Der Verzicht auf jeden Bühnenzauber stellte die Menschen in den Vordergrund in einer sehr jugendlich ausgerichteten [...] Inszenierung."


Mannheimer Morgen (21.02.2001) zu "Die Zauberflöte":

"Nicht wenige mussten draußen bleiben und konnten so den Einzug der Mannheimer Opernschule ins neue Domizil mit Jutta Gleues liebevoller und detailfreudiger "Zauberflöten"-Inszenierung nicht miterleben. Als zu klein für den großen Zuschauerandrang erwies sich der Hans-Vogt-Saal im Hochschulgebäude in N7,18. Dennoch sind Jutta Gleue und ihre Studenten froh, endlich einen festen Saal für Proben und Aufführungen ihr Eigen nennen zu können. Auf Kooperationen mit "richtigen" Bühnen will und darf man dennoch nicht verzichten, wie die Opernschul-Leiterin bei ihrer kleinen Ansprache betonte. Müssten die Studenten doch auch Gelegenheit bekommen, echte Theaterluft mit Orchestergraben und großem Bühnenbild zu schnuppern.

Das alles gibt es im Hans-Vogt-Saal nicht. Und dennoch ist auch die Erfahrung, ganz nah am Publikum und nur mit Klavier-, Celesta-, Flöten- und Donnerblech-Begleitung Opern aufzuführen, nicht zu unterschätzen- Da nämlich kann man sich weder hinter dickem Orchesterklang noch breiten Kulissen verstecken und muß auch hinter der Bühne präsent und diszipliniert sein, hier und da bei schnellen Szenenwechseln Vorhänge schieben und Holzklötze zur Freimaurer-Pyramide schlichten (sic!).

Theater pur also im Hans-Vogt Saal. Und was die Studenten der Opernschule mir ihren Kollegen aus weiteren musikalischen Studiengängen zu bieten haben, muss auch beileibe nicht versteckt werden."

"Eine Zauberflöte im szenischen Westentaschenformat, bei der es Spaß machte, hinzusehen und zuzuhören."


Mannheimer Morgen (03.07.2000) zu "The Telephone" und "Fräulein Julie":

"Dass einige der Kritikpunkte Wagners auch heute noch ihre Gültigkeit behalten haben, beweisen zahllose Aufführungen nicht nur in der Opernprovinz: Beschränktes Gestenrepertoire, ausdruckslose Mimik und gänzliche Wortunverständlichkeit der Sänger gehören zum Opernalltag. Dass dem jedoch in der Ausbildung der Sänger entgegengearbeitet wird, davon konnte man sich in einer Aufführung der Musikhochschule Mannheim überzeugen. Bei den künstlerischen Abschlussprüfungen der Opernschule wurden zwei Kurzopern gezeigt, die trotz beschränkter technischer und finanzieller Mittel überaus reizvoll waren."


Mannheimer Morgen (20.12.1999) zu "Le Nozze di Figaro":

"Welch ein Mut, welche Mühe – und welch schöner Erfolg!"

"Jutta Gleue, die [...] seit fünf Jahren die Opernschule leitet, sieht den "Figaro" zu Recht als Ensemblestück.[...] "Junge Sänger brauchen Erfahrungen mit großen Werken, die sie später im Engagement kennen müssen. Deshalb bringen wir den "Figaro" auch in Italienisch. Wir müssen nicht nur das Handwerk vermitteln, sondern auch Lebensweichen für den Nachwuchs stellen. Und es macht uns Dozenten eine unglaubliche Freude, wenn wir in solch einer großen Produktion nach und nach sehen, wie unsere Studenten mit einem solchen Stück immer vertrauter werden und ihre ersten Schritte in die Professionalität hinein machen.""

In der zweiten Vorstellung, die ich besuchte, zeigte Sebastian Geyer als Graf einen sehr leich geführten, hellen Bariton, dessen Farben der Partie einen fast lyrischen Einschlag geben. Sein Kommilitione Song-Il Jang fand als Figaro nach anfänglich zaghafter Zurückhaltung mehr und mehr zu markanten vokalen Konturen und sang seine große Arie im vierten Akt mit einnehmender Vehemenz. 

Die Damen: Magdalena Bränland hat die Ausbildung schon abgeschlossen, ihre Gräfin strahlte denn auch beglückend: ein sehr feiner , instrumental timbrierter Sopran mit lyrischem Schmelz, leuchtend schimmernd in der Höhe, auch als Persönlichkeit und Erscheinung (die wunderschönen Kostüme schuf ebenfalls Marouan Dib) ist die junge Sängerin eine Augenweide. Ebensolches ist von Natalja Atamantschuk zu sagen, die als Gast aus der befreundeten Musikhochschule Nowosibirsk eine einnehmende Susanna sang. Ihr Sopran ist eher dunkel gefärbt, hat aber in der Höhe seidigen Glanz und ist schmiegsam genug, um aus der Rosenarie ein Juwel zu formen.

"Für Mannheims Opernfreunde ist dieser Mannheimer Studenten-"Figaro" wirklich eine Reise wert."


Badisches Tagblatt (18.12.1999) zu "Le Nozze di Figaro":

"Eine mustergültige Aufführung in italienischer Sprache [...]."

"Die noch unverbrauchten Stimmen der jungen Sänger, die so mühelos mit der italienischen Sprache umgehen und von jugendlichem Temperament geprägt sind, fügten sich am Premierenabend zum reinsten Mozartglück."


Badisches Tagblatt (18.12.1999) zu "Le Nozze di Figaro":

"Eine mustergültige Aufführung in italienischer Sprache [...]."

"Die noch unverbrauchten Stimmen der jungen Sänger, die so mühelos mit der italienischen Sprache umgehen und von jugendlichem Temperament geprägt sind, fügten sich am Premierenabend zum reinsten Mozartglück."


Rhein-Neckar-Zeitung (22.06.1999) zu "Musik liegt in der Luft":

"Alles in allem war der Abend also eine rundum gelungene musikalische Städtereise durch das Land der Operette und des Musicals."


Mannheimer Morgen (26./27.06.1999) zu "Musik liegt in der Luft":

"Vor ausverkauftem Haus zeigten Studierende der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Heidelberg-Mannheim, im Pfarrzentrum St. Clara eine begeisternde Schlagerrevue. [...] Der Beifall wollte nicht enden, und nach einer Zugabe wurden die Studierenden mit stehenden Ovationen verabschiedet. "Summa cum laude" für diese tolle Show."


Die Rheinpfalz (09.02.1999) zu "Musikalische Beziehungskisten":

"Was den Zuschauer-Zuhörer bei diesem Opernkonzert sofort positiv stimmte, war die Entdeckung (oder eher die Bestätigung), mit welch reduzierten Mitteln attraktives musikalisches Theater noch möglich ist. [...]Jutta Gleue gelang es, mit sparsamsten Mitteln Atmosphäre zu schaffen und vor allem, die mitwirkenden Studierenden zu gelöstem, pointiertem, nuancenreich-elegantem szenischen Spiel [..] zu animieren.[...]

Und die Akteure? Es handelt sich um die beiden Abschlußprüfungskandidatinnen Daniela Denschlag (Orpheus und Sosostris in der "Midsummer Marriage"; aus der Gesangsklasse von Rudolf Piernay) und Sabine Goetz (Eurydike und Susanna in der "Hochzeit des Figaro"; Gesangsklasse Katharina Dau; Steffen Kubach (King Fischer in der "Midsummer Marriage") und das Cosi-fan-tutte-Ensemble mit Kyoung-Suk Kim (Fjordiligi), Barbara Schmidt-Gaden (Dorabella), Eva-Maria Haas (Despina), Radoslaw Rydlewsky (Ferrando), Sebastian Geyer (Guglielmo), und Nicolas Courjal (Don Alfonso). Sie wirkten alle lebendig, waren mit viel Schwung , mit komödianischem Witz bei der Sache und formten homogene Ensembles. Besonders erwähnt sei ein vielsprechendes Talent: die Mezzosopranistin Daniela Denschlag, die - wie man hört - an das Mannheimer Nationaltheater verpflichtet wurde."


Badische Neueste Nachrichten (13.06.1998) zum "Albert Herring":

"Die Aufführung war das reine Vergnügen.[...]In ihrer [Jutta Gleues] unaufdringlichen, im Detail sorgfältigen Inszenierung ergibt sich der satirische Zugriff durch eine straffe Figurenführung und prägnante Farbtupfer. [...] Mit nur wenigen Versatzstücken schuf Sabine Manteuffel ein unverkennbares Ambiente .[...] Liebevoll karikiert Jutta Gleue [sic!] die kauzigen Provinzler.[...]

Am wenigsten gelingt dies vielleicht bei Mrs. Billows, der hoheitlichen Bastion moralischer Autorität, deren hochdramatischer Furor auf niedliche leichtsopranige Direktheit zurückgedreht wurde (Magdalena Brändland); Daniela Denschlag war ihre kompetente, mulmig tönende Haushälterin. Die besten Gesangsleistungen boten Reuben Willcox, der den Sid mit kernigem sicher geführtem Bariton als sympathischen Dorfmacho spielte, Anja Bildstein, die die Klage der Mrs. Herring mit schönem Konzertalt gestaltete, und schließlich Michael König, der die lyrischen Reflektionen Alberts mit sicher gefestigter messa di voce nachzeichnete und bereits jungtenorales Heldenpotential erkennen läßt."


Badisches Tagblatt (13.06.1998) zum "Albert Herring":

Titel: "Kammeroper war ideales Spielfeld für Musikstudenten."

"Es kann kein Zufall sein, dass die Opernschule in Heidelberg-Mannheim und in München gleichzeitig Brittens Kammeroper als ideales Spielfeld für Musikstudenten auswählen. Sie müssen die recht anspruchsvollen ‚Melodien’ Brittens mit seiner Vorliebe für Ensembleszenen meistern. Am Schluß gipfeln diese gar in einem kunstvoll verschnörkelten Nonett. [...] Bühnenbild (Sabine Manteuffel) und Kostüme (Martin-Johannes Schneidt) entsprachen dem schmalen Etat einer Musikhochschule."


Mannheimer Morgen (3.6.1998) zum "Albert Herring":

"Eine straffe, pointenreiche Inszenierung war geboten, die mit kleinerem Aufwand eine ganze Menge Atmosphäre und gelegentlich sogar Ästhetik zu vermitteln weiß (im Bühnenbild Sabine Manteuffels.)

Jutta Gleue überzeichnet zwar die handelnden Personen, doch sie blieben immer lebensnah genug, um keine Witzfiguren abzugeben."


Die Rheinpfalz (1997) zu "L’Enfant et les Sortilèges":

Was Baden-Württembergs Kultursparpolitik erst kürzlich reklamierte – mehr Kooperation zwischen den Kultureinrichtungen, mehr Synergieeffekte und damit weniger Kosten – im Rhein-Neckar-Dreieck ist solches sogar rheinübergreifend umgesetzt worden.[...]

Für die Hochschule war dies eine Möglichkeit, sich über das ansonsten üppige Veranstaltungsprogramm hinaus in ein strahlendes Licht zu setzen, für die Theater Gelegenheit zur preisgünstigen Auslastung, die nicht auf Kosten des (künstlerischen) Dienstekontos geht. [...]

Opernschulleiterin Jutta Gleue zeichnete dafür szenisch verantwortlich und hat aus der großbesetzten Kleinigkeit ein berückendes Kleinod für theatralisch-offene Sinne gemacht."


Mannheimer Morgen (10.02.1997) zu "Viva la Mamma!":

"Hat die rührige und engagierte Regisseurin [Jutta Gleue] es doch bei "Viva la Mamma!" fertiggebracht, im Theater Baden-Baden einen Koproduzenten zu finden, der die Werkstätten und Kosten für das aufwendige, antikisierende Bühnen- und Kostümbild von M.-Johannes Schneidt ebenso bereitstellte wie mit der Baden-Badener Philharmonie das dazugehörige Orchester. [...]ein Glücksfall für die Musikstudenten und eine seltene Chance, unter quasi "theatergerechten" Bedingungen zu arbeiten."