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Aufnahmebedingungen für den Studiengang Jazz / Popularmusik |
Ab Wintersemester 2006/2007 erfolgt die Umstellung des Studiengangs Jazz/Popularmusik mit dem Abschluss "Diplom" in den Studiengang Jazz/Popularmusik mit Abschluss "Bachelor of Music".
Im Rahmen der Umstellung werden auch der Masterstudiengang Jazz / Popularmusik / Komposition und Arrangement und der Masterstudiengang Jazz / Popularmusik für Instrument oder Gesang eingeführt.
Aufnahmeprüfungsbedingungen für den Masterstudiengang Jazz / Popularmusik / Komposition und Arrangement
Die Aufnahmeprüfung wird in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt.
In der 1. Stufe werden Bewerber gebeten, eine repräsentative Auswahl eigener Kompositionen und Arrangements (Noten und Tonträger) einzureichen, die einen Eindruck der bisherigen musikalischen Arbeit vermitteln. Der Umfang der Werke ist freigestellt, es wird jedoch empfohlen, mindestens ein Arrangement für Bigband oder eine andere große Besetzung, mindestens ein Arrangement für kleine Besetzung (Combo) sowie Leadsheets oder ähnliches einzuschließen.
Weiterhin wird die Einreichung eines Tonträgers empfohlen, der einen Eindruck der instrumentalen bzw. stimmlichen Fähigkeiten des Bewerbers gibt.
Erreichen Bewerber die 2.Stufe des Verfahrens, so werden sie zu einem Kolloquium eingeladen.
Aufnahmeprüfungsbedingungen für den Masterstudiengang Jazz / Popularmusik / Instrument oder Gesang
Bewerber werden gebeten, mit den Bewerbungsunterlagen einen Tonträger einzureichen. Das darauf eingespielte Repertoire soll eine Dauer von ca. 60 Minuten haben. Es muss mindestens zu 30 % aus Eigenkompositionen bestehen, die übrigen Werke müssen Eigenbearbeitungen von Werken anderer Komponisten sein. Eine bestimmte Ensemble-Besetzung ist nicht vorgeschrieben. Die Eigenständigkeit des musikalischen Konzepts wird in die Bewertung einbezogen.
Live-Vortrag einer repräsentativen Auswahl der auf der CD eingespielten Werke (Dauer 20 Min.)
Kolloquium
Aufnahmeprüfungsbedingungen für den Bachelorstudiengang Jazz / Popularmusik
Hauptfächer:
Hauptfächer Trompete, Posaune, Saxophon, Klavier,
Gitarre, Kontrabass, E-Bass oder Vibraphon
(Dauer bis zu 30 Min)
Tonleitern: (langsame 8-tel: Tempo 4-tel ca. MM=60)
alle Maj7 (ionisch), min7 (dorisch), minMaj7 (melodisch aufw.),Dom7 (mixolydisch) und Ganzton, Chromatik
Akkorde oder Arpeggien mit allen Umkehrungen:
(langsame 8-tel: Tempo 4-tel ca. MM=60)
alle Maj7/Dom7/Min7/Min7b5/Dim7 zusätzlich auch mit:
9/(#)ll/13
Vortrag eines vorbereiteten Stückes nach notierter Vorlage (Etüde, Solo Transkription o.ä.). Die vorbereiteten Stücke müssen solo, die Improvisationen mit vorhandener Rhythmusgruppe gespielt werden. Eigene Begleitgruppen sind nicht gestattet. Von den vorbereiteten Stücken sind sechs gut leserliche Kopien mitzubringen.
Improvisation über drei der folgenden Jazz-Formen nach Wahl:
Blues (z. B. Now's the Time - Parker)
Modal (z. B. Maiden Voyage - Hancock)
II-V-I (z. B. Tune up - Davis)
Latin (z. B. Blue Bossa - Dorham)
Ballade (z. B. Body and Soul - Green)
Fusion (z. B. The Chicken - Ellis)
Vomblattspiel einer Combo- oder Bigbandstimme
Bewerber für die Instrumente Klavier, Gitarre, Kontrabass und E-Bass werden auch im Hinblick auf ihre Aufgaben in der Rhythmusgruppe geprüft (z. B. Comping, four-four usw. in verschiedener Besetzung und Stilistik).
Ferner kommen noch Prüfungen in Musiktheorie und Gehörbildung hinzu.
Hauptfach Schlagzeug - Jazz (Dauer 20 Min)
zwei Standarts:
Ein Jazzstück mit Swingfeeling (Swingphrasiert)
Ein Stück im binären Rhythmus (Latin, Fusion)
Darin muss ein Solo oder 4-4 oder 8-8 Chorus enthalten sein. Eine Band aus Studierenden (Bass und Klavier) wird gestellt (bitte Noten mitbringen). Eigene Musiker können nicht mitgebracht werden. Das Spielen zu Play Along CD's oder Sequenzer ist nicht erlaubt
Eine Snaredrumetüde mit Rudiments, vorzugsweise mit ostinater Fußbegleitung (z.B. von Wilcoxon, Pratt oder Knauer)
Vorspiel einer eigenen Transkription eines Drum Soloparts, eines 4-4 oder 8-8 Chorusses. Die Noten müssen vorgelegt werden.
Vomblattspiel einer Bigband- oder Combostimme für Drumset
Bei Bedarf: Vortrag von Basisrhythmen (3/4-, 4/4-, 5/4-Swing; Ballade; Besen Grooves; Bossa Nova; Samba (Jazz und Folklore); Mambo; 12/8 Afrocuban Groove; Basic Rock, Funk und Fusion; Shuffles; Reggae; ungerade Rhythmen).
Bei Bedarf: Gespräch über die Funktion des Drummers in der Rhythmsection
Ferner kommen noch Prüfungen in Musiktheorie und Gehörbildung hinzu.
Hauptfach Percussion - Jazz (Dauer bis zu 20 Min)
2 Stücke nach Wahl (Latin, Fusion, Jazz)
Darin muss ein Solo oder 4-4 oder 8-8 Chorus enthalten sein. Eine Band aus
Studierenden (Bass, Drums und Klavier) wird gestellt (bitte Noten mitbringen).
Eigene Musiker können nicht mitgebracht werden! Das Spielen zu Play Along
Cds oder Sequenzer ist nicht erlaubt.
Kenntnisse der Grundklänge
und Grundrhythmen auf:
Congas:
Basic Tumbao und Variationen
Bongos:
Basic Martillo und Variationen
Timbales:
Abanico, Basic Cáscara Grooves in 3/2 und 2/3 Clave,
Basic Cowbell Grooves (Montuno, Cha-Cha-Chá), Cáscara und Clave Spiel.
Vorspiel einer selbst gefertigten Transkription eines Percussion Solos (Instrument nach Wahl). Die Noten müssen vorgelegt werden.
Vomblattspiel einer Bigband- oder Combostimme für Percussion.
Ferner kommen noch Prüfungen in Musiktheorie und Gehörbildung hinzu.
Hauptfach Gesang (Dauer bis zu 30 Min)
Eigene Interpretation von zwei Stücken, etwa im Stil und Schwierigkeitsgrad von:
Blues: Straight No Chaser (Thelonious Monk)
Ballade: My Funny Valentine (Rodgers/Hart)
Swing: Don’t Get Around Much Anymore (Duke Ellington), Fly Me To The Moon (Bart Howard)
oder Autumn Leaves (J. Kosma) usw.Latin: Corcovado (A.C. Jobim), Song For My Father (H. Silver) usw.
Þ Eines der beiden Stücke sollte eine Improvisation oder eine Transkription enthalten
(z.B. Solo von Chet Baker oder Etüde von Jim Snidero).
Ein Stück nach freier Wahl: Rock, Pop, Jazz, Klassik oder Musical. Es ist auch möglich selbst komponierte Lieder vorzutragen.
Freie Improvisation über einzelne Akkorde unter Verwendung von Dur-, Moll- sowie Modal-Tonleitern sind vorzubereiten (z.B. frei über Dm7 singen, unter Verwendung der dorischen Tonleiter).
Vomblattsingen eines einfachen Gesangstücks ohne Begleitung (bei der Aufnahmeprüfung 2010 war dies z. B.: The Old Country (Adderley/Lewis)
Bitte beachten Sie:
| Þ | Die Stücke müssen mit der von der Hochschule gestellten Rhythmusgruppe vorgetragen werden. (Bei eigenen Kompositionen ist eine Selbstbegleitung am Klavier oder mit Gitarre möglich – jedoch kein CD-Playback.) | |
| Þ | Von den vorbereiteten Stücken müssen sechs gut leserliche Kopien der Noten in der vom Bewerber gewählten Tonart mitgebracht werden. | |
| Þ | Aus Zeitgründen ist es vorteilhaft keine komplizierten Arrangements mitzubringen, die ausführlich erklärt werden müssen. |
Ferner kommen noch Prüfungen in Musiktheorie und Gehörbildung hinzu.
Musiktheorie (Schriftliche Prüfung; Dauer 45 Min.)
Notation von Skalen, Intervallen und Akkorden
(Drei- und Vierklänge mit
Umkehrungen)
Bestimmen von Intervallen und Akkorden
(Drei- und Vierklänge mit
Umkehrungen)
Analyse und Ergänzung von Akkordzusammenhängen mittels Akkordsymbolen
Gehörbildung (Schriftliche Prüfung; Dauer 45 Min.)
Diktat einzelner Intervalle und Akkorde (Vierklänge)
Diktat einzelner Skalen
Melodie-Diktat (Swing)
Rhythmus-Diktat (Swing)