Musikforschung
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Das „Mannheimer Musikpädagogische Modell“ (M³):
Phasenvernetzung durch Forschendes Lernen

(gefördert durch den Innovations- und Qualitätsfonds (IQF) des Ministeriums für Wissenschaft,
Forschung und Kunst im Rahmen der Ausschreibung "Willkommen in der Wissenschaft" von 2012)

 

Tätigkeit

Name, Kontakt und Lebenslauf (falls verfügbar)

 
Projektleiterin Prof. Dr. Martina Benz (geb. Krause) Studiengangsleiterin Lehramt Musik
Akademische MItarbeiter Dr. Jörg Breitweg  
  Michael Göllner
Kim Boyne
 
Studentische Hilfskräfte Veronika Phung  

 

Projektbeschreibung:

 

Das Mannheimer Musikpädagogische Modell wurde von Frau Prof. Dr. Martina Benz (geb. Krause),
Leiterin des Studiengangs Lehramt Musik an Gymnasien und Verantwortliche von Hochschulseite, in
Zusammenarbeit mit Dr. Jörg Breitweg, Fachleiter für Musik am Studienseminar Heidelberg,
entwickelt. Es strebt eine intensivere Vernetzung der Lehrerbildungsphasen an, um auf diese Weise
zu einer nachhaltigen Optimierung der schulmusikalischen Aus- und Weiterbildung beizutragen. Den
Studierenden soll sich im Rahmen dieses Vorhabens die Bedeutung und Relevanz
musikpädagogischer Forschung mit Praxisbezug erschließen: Sie generieren in inhaltlicher und
organisatorischer Abstimmung mit Musiklehrenden der Region praxisrelevante Forschungsfragen,
entwerfen entsprechende Forschungsdesigns und entwickeln geeignete Forschungsmethoden. Die
Forschungsprojekte werden unter wissenschaftlicher sowie unterrichtspraktischer Begleitung an
Schulen der Region durchgeführt und innerhalb der Hochschullehre ausgewertet. Die
Forschungsergebnisse werden im Rahmen von jährlich stattfindenden Symposien einer breiten
interessierten Fachöffentlichkeit (z. B. Musiklehrende, ausbildende und administrative Institutionen
wie Musikhochschulen, Seminare für Didaktik und Lehrerbildung, Kultusverwaltung etc.) zugänglich
gemacht und zur Verfügung gestellt. Die finanzielle Förderung beläuft sich seit Januar 2013 auf 3
Jahre.
Eine erste Planungssitzung, innerhalb welcher insgesamt ca. 40 Studierende und Musiklehrkräfte der
Region in konstruktiver Arbeitsatmosphäre in gemischten Teams erste Forschungsfragen
entwickelten und Kontakte knüpften, hat bereits im Oktober 2012 stattgefunden.
Zurzeit werden die Forschungsfragen präzisiert sowie die Teambildung koordiniert, um den Beginn
im Januar 2013 zu realisieren.

 

• MMM Newsletter 2014-1
• MMM Newsletter 2014-2
• MMM_Forschungsprojekte.pdf
 

 

Weltanschauungsmusik und musikalischer Realismus.
Béla Bartóks Canata profana (1930)


Gastvortrag Prof. Dr. László Vikárius

14.11.2012 11 - 12 Uhr
Raum 407 N7, 18
68161 Mannheim

weitere Informationen: hier


 

        MUSIK-TANZ-MANNHEIM
       
Symposium zum 250jährigen Jubiläum der Gründung der Académie de Danse

        30.11.-1.12.2012
          Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim
          Ballettsaal IV
          N7, 17
          68161 Mannheim

         
          ORGANISATION & KONTAKT 

         FACHGRUPPE MUSIKWISSENSCHAFT / MUSIKPÄDAGOGIK
        
Jürgen Arndt I arndt@muho-mannheim.de I Tel.: 0621-292314
        
Jörg Rothkamm I rothkamm@muho-mannheim.de I Tel.: 0621-2923502
        
Thomas Schipperges I schipperges@muho-mannheim.de I Tel.: 0621-2921070

         AKADEMIE DES TANZES
        
Birgit Keil, Leitung
         Rosemary Helliwell, stellvertretende Leitung
         adt@muho-mannheim.de I 0621/292-3515

         weitere Informationen finden Sie: hier

 

Internationale Wissenschaftliche Tagung

"Musikwissenschaft - Nachkriegskultur - Vergangenheitspolitik"
Tagung am 20. und 21.01.2012

Veranstalter: Gesellschaft für Musikforschung
In Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Mannheim, der Universität der Künste Berlin und dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Kiel

Prof. Dr. Wolfgang Auhagen (Gesellschaft für Musikforschung)
Prof. Dr. Dörte Schmidt (Berlin)
Prof. Dr. Thomas Schipperges (Mannheim)
Prof. Dr. Bernd Sponheuer (Kiel)
 

Im Rahmen der Tagung findet Konzert "Komponisten in Mannheim" statt (siehe Rubrik "Veranstaltungen")


Nähere Informationen zur Tagung finden Sie hier:

 

Ringvorlesung Frühjahrssemester 2012

"Der legendäre Dirigentenjahrgang 1912 — Erbe der Tradition und Zeitzeuge der Geschichte"

Nähere Infos hierzu finden sie im Gesamtflyer oder zu den einzelnen Terminen:

29.3. Kurt Sanderling - Ulrich Roloff-Momin (Berlin) im Gespräch mit Jörg Rothkamm (Mainz und Mannheim)

19.4. Igor Markevitch - Peter Gülke (Berlin)

26.4. Erich Leinsdorf - Reinhard Kapp (Wien)

10.5. Sergiu Celibidache - Tilmann Köster (Königstein)

24.5. Georg Solti - Eckhard Roelcke (Berlin)

14.6. Ferdinand Leitner - Dörte Schmidt (Berlin)

21.6. Günter Wand - Michael Kube (Tübingen) und Ehrhard Wetz (Mannheim)

5.7. Abschlussgespräch mit Klaus Arp (Mannheim), Mirga Gražinytė (Heidelberg), Peter Gülke (Berlin), Cosima Sophia Osthoff (Mannheim), Wolfgang Seeliger (Mannheim)

 

DFG-Forschungsprojekt(2010-2013):

 

"Wissenschaftsgeschichte und Vergangenheitspolitik. Musikwissenschaft in Forschung und Lehre im frühen Nachkriegsdeutschland" (im Rahmen des Gesamtprojekts "Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit" in Verbindung  mit der Universität der Künste Berlin)

 

Tätigkeit

Name

 
Projektleiter Prof. Dr. Schipperges, Thomas Historische Musikwissenschaft
Stellv. Projektleiter PD Dr. Rothkamm, Jörg Historische Musikwissenschaft
Akademische MItarbeiter Dr. Malkiewicz, Michael  
  Dr. Schöning, Kateryna  
Studentische Hilfskräfte Dieterle, Dominik
Panella, Monica
 

 

Projektbeschreibung:

 

Musik kam im kulturellen Verständigungsprozess der Nachkriegszeit eine besondere Rolle zu. Man betrachtete sie als Inbegriff guter deutscher Leitkultur. Diese vermeintlich politisch und moralisch unversehrte Musikkultur galt es als Relikt eines abendländisch-humanistischen Weltbildes im zerstörten Deutschland nach 1945 zu retten. Viele Berichte schreiben den ersten Konzerten nach dem Krieg geradezu mythische Wirkungen zu. Diese Sonderstellung ermöglichte eine emphatische Verständigung ohne Zwang zur Auseinandersetzung. Zwar hat sich die Musikwissenschaft, wie andere Wissenschaften auch, in den letzten Jahrzehnten verstärkt mit ihrer Einbindung über Institutionen, Themen, Methoden und Personen in den NS-Staat beschäftigt. Weniger richtete sie ihr Augenmerk bislang auf die Geschichte des Faches in der unmittelbaren Nachkriegszeit und im Kontext der Vergangenheitspolitik.

Drei DFG-Teilprojekte eines Paketantrags arbeiten aktuell auf breiter Materialbasis parallel an der Universität der Künste Berlin (Projektteile "Musikremigration. Die Rückkehr von Personen, Werken und Ideen" unter Leitung von Prof. Dr. Dörte Schmidt sowie "Archiv und Diskurs: Die Materialität der Kommunikation" unter Leitung von Dr. Dietmar Schenk) und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim zu den Brüchen und Kontinuitäten im Musikleben Nachkriegsdeutschlands. Es geht um Personen und Strukturen, Institutionen und Ideen, Methoden und fachliche Mentalitäten.

Der Mannheimer Projektteil befasst sich mit der Überlagerung des Weltkriegsbruches durch Kontinuitäten an Hochschulen, Universitäten, freien Forschungsinstituten und größeren Bibliotheken. Diese Institutionen gehörten zu den ersten, die ihren Betrieb neu aufnehmen konnten. Dass sich die Musik von den gesellschaftlichen und ästhetischen Debatten der frühen Nachkriegszeit löste, blieb indes nicht ohne Folgen auch für die akademische Ausbildung in Musik und Musikwissenschaft. Unter welchen konkreten Bedingungen aber situierten sich Forschung und Lehre, wie wurde Musik eingebunden in die ästhetischen und gesellschaftlichen Debatten der Zeit? Wie wirkten wissenschaftliche Programme, ästhetische Ideen oder die angewandte Musikwissenschaft im Kontext mit anderen Institutionen hinein in den kulturellen Alltag der Besatzungszonen bzw. der beiden deutschen Staaten?
 

Projektteile an der Universität der Künste Berlin