Mozart an seinen Vater in Salzburg

Vienne ce 20 de febrier. [1784]

Mon très cher Pére!
... Nun muß ich sie um etwas fragen, davon ich gar nichts verstehe, und nichts begreife. - wenn man auf seine eigene unkösten etwas drucken oder Stechen lässt, wie macht man es denn, daß man da von dem Stecher nicht betrogen wird? - er kann Ja so vielle Exemplairs abdrucken, als er nur will, und mich folglich Prellen. - da müsste man Ja den leuten beständig auf den Hals sitzen - welches aber bey ihnen , als sie ihr Buch drucken liessen, nicht möglich war, weil sie in Salzburg waren, und das Buch in Augsburg gedruckt wurde. - Ich hätte halt lust, ferners hier, meine Sachen keinem Stecher mehr zu verkauffen, sondern auf Praenumeration auf meine unkösten drucken, oder stechen zu lassen, wie es die meisten machen, und sehr viel dabey Profitiren; wegen Praenumeranten ist es mir nicht bange - es ist mir bereits von Paris, und Warschau praenumeration offrit* worden. - ich bitte sie also mir über dieses auskunft zu geben. - ...

gehorsamste Kinder
W: et C: Mozart

 

*) recte: "offrirt"

 

s.a.